Leitbild und Agenda (FES)

Mittlerweile gibt es eine Art Impulspapier 2.0 von der Friedrich-Ebert-Stiftung:

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat eine Kommission eingesetzt, welche sich mit Integration in Deutschland befasst. Das Integrationsgipfel-Impulspapier ist hier die Grundlage. Es hat weiterführende Forderungen und die Kommission hat Beurteilungen und Ergebnisse zur Integration als Vielfalt einer neuen Einwanderungsland-Thematik für sich gefunden. Diese galt es für uns näher zu betrachten.

Gleich Zu Beginn als Einleitung in diese Broschüre finden wir Folgendes:

 

DEUTSCHLAND IST EIN EINWANDERUNGSLAND

Immer wieder hat sich die Zusammensetzung der Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland durch Einwanderung, Flucht und Arbeitsmigration verändert. Die deutsche Gesellschaft ist heute so vielfältig wie wohl niemals zuvor. Die Haltungen der Bevölkerung dazu sind höchst unterschiedlich:

Während die einen die Potenziale dieser Vielfalt erkennen und für die Gestaltung von Gesellschaft und Demokratie nutzen, fürchten andere den Verlust von Identität und vertrauten Werten. Offenkundig gibt es keine klare Akzeptanz sowohl von Einwanderung als auch von Vielfalt. Deswegen wurde von der Kommission dieses
Leitbild entwickelt. Es beschreibt eine Einwanderungsgesellschaft, die niemanden ausschließt und zum Wohle aller gestaltet werden kann. Dies wird auch gelingen, wenn viele daran mitwirken.

 

EINWANDERUNG BIRGT CHANCEN UND RISIKEN –
AUF DIE AUSGESTALTUNG KOMMT ES AN

In einer zunehmend globalisierten Welt wird es immer Ein- und Auswanderung geben. Das birgt Chancen, geht aber auch mit Risiken einher. Durch Einwanderung können neue Konflikte entstehen, soziale Ungleichheit zunehmen, Unsicherheiten wachsen – sowohl bei Eingewanderten als auch bei Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft.
Auf der anderen Seite können Einwanderinnen und Einwanderer die Gesellschaft bereichern, die Demokratie lebendiger machen, den kulturellen Reichtum mehren und den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands sichern.
Umso wichtiger ist es, die Einwanderungsgesellschaft zu gestalten. Dies geschieht durch klare Regeln für die Einwanderung. Davon unabhängig ist die humanitäre Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen, wie es Artikel 16 GG, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Genfer Flüchtlingskonvention vorsehen. Darüber hinaus bedarf es für alle Gruppen von Einwanderinnen und Einwanderer einer aktiven Integrationspolitik,
deren Grundsätze in den folgenden Abschnitten ausgeführt werden.

TEILHABECHANCEN ALS ZENTRALES GERECHTIGKEITSKRITERIUM

Ein gutes Zusammenleben kann nur gelingen, wenn alle am politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland teilhaben können. Gleichzeitig bedarf es jedoch auch der Bereitschaft, teilhaben zu wollen. Beides stärkt die Identifikation mit unserem Land und fördert das friedliche Miteinander.
Demokratien legitimieren sich gerade dadurch, dass sie vielen und verschiedenen Akteuren mit ihren unterschiedlichen Überzeugungen und Interessen Raum geben.

(Quelle: Einleitung des Leitbildes und Agenda der FES Seite 4/5)

Die PDF als Download:

Leitbild und Agenda (FES) Februar 2017