Was kostet eigentlich die Sprache „DEUTSCH“?

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Unsere Sprache ist uns lieb und teuer.  Einige scheinen das aber für eigene Zwecke zu nutzen. 

Ein Beispiel sind die nun massiv gepuschten „Sprachkurse“. Egal wie sie bezeichnet werden, ob sie Analphabeten überhaupt erklären, was schreiben und lesen bedeutet oder versuchen den Arabern, Afrikanern oder anderen „Neuzugewanderten“ zu vermitteln, das es außer „Ich fick dich“, „Hurensohn“, „Scheiß Deutschland“ und „scheiß Deutsche“ noch andere Vokabeln gibt, mit denen man sich verständigen kann.

So erblickt man ein Schriftstück des „Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz – Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration“, welches die „geförderten Maßnahmen nach Richtlinie -Integrative Maßnahmen Teil 3 Umsetzung Landessprachprogramm“ aufsplittet. Stand wie ersichtlich Ende Oktober 2017 – also schon wieder sind 8 Monate ins deutsche Land gegangen in denen hier weiter Gelder geflossen sind.
Interessant aber dennoch, was von etwa 9/2016 bis 3/2018 für Mittel an einige wenige „Sprachkursträger“ geflossen sind, die sich anscheinend zu großen Teilen allein durch diese  Maßnahmen über Wasser halten und derweil – so gut es geht (und so lange es noch funktioniert) – fleißig Steuergelder abschöpfen. (1)

 

 

In diesem Dokument gibt es – mal für Dresden angeschaut – nicht viele, aber dennoch sehr gut verdienende Firmen. Einige weit verzweigte. Einige, die etwas seltsam wirken, weil sich hier doch sehr die Vermutung aufdrängt, das diese allein aufgrund dieser „Sprachkurse“ überhaupt noch existent sind. Vergessen darf man bei all dem natürlich nicht, das alle die hier Erwähnten, miteinander vernetzt sind oder sich zumindest sehr gut in den „Förderprogrammen“ des Bundes und der Länder auskennen. Kein Wunder, darauf basiert auch deren Existenz.
Und für die anderen existieren dann extra eingerichtete Netzwerke, die für jene Personen die Fördergelder anfordern oder ihnen die „Förderunterlagen“ zurechtschreiben.

Zum Beispiel die „Donner & Partner GmbH Sachsen Zentrum für Bildung und Arbeit“

Interessant sind  die per heute einzusehenden „Schulungstermine“…
* 23.11.2017 – 22.11.2020 Individuelles Coaching für Bewerbungen und berufliche Eingliederung
* 05.02.2018 – 16.07.2018 Integrative Maßnahme – Aufbaukurs „Deutsch qualifiziert“
* 04.06.2018 – 03.06.2019 ESF Jobperspektive Sachsen – Verb.d. Beschäftigunsgfähigkeit v. Langz.arb.l.
* 02.07.2018 – 28.02.2019 Integrative Maßnahme – Aufbaukurs „Deutsch qualifiziert“
* 02.07.2018 – 30.09.2018 Integrative Maßnahme – Aufbaukurs „Deutsch sofort“
* 05.07.2018 – 28.02.2019 Integrative Maßnahme – Aufbaukurs „Deutsch qualifiziert“

Wie man sieht:   Bis auf zwei Schulungsangebote (die man aber aufgrund der Beschreibung auch einordnen kann, das „Neuzugewanderte“ diese nutzen können), dreht sich hier alles um „Sprachprogramme für Flüchtlinge“. Zufall? Geschäftsprinzip?

Auch die zweite Einrichtung „FremdSprachenSchule for everyone GmbH“wirkt nicht unbedingt so stabil, als das diese ohne jene „Fördergelder“ sich lange und erfolgreich über Wasser halten könnte. (3)

Sicherlich –  Frau Maryna Talalayeva soll nun – also 2018 – zur „Unternehmerin des Jahres“ gekürt werden… Von wem? Gute Frage.

Dieser „Wettbewerb“ – es finden nämlich gerade inflationär Wettbewerbe, Verleihungen, Ehrungen und dergleichen statt – nennt sich vielsagend „Sachsens Unternehmer des Jahres“… Klingt doch absolut integer. Und so einen Preis wird doch nicht irgendwer einfach so hinterhergeschmissen bekommen, sondern jemand, der real etwas bewegt hat. Etwas, was für Sachsen eine Vorbildfunktion hat. Etwas was richtungsweisend ist. Was Mut macht. Was den Fleiß und den Erfindergeist der Sachsen in die Welt trägt….

Stop! Wir haben geträumt. Wir hätte erst lesen müssen, wer diesen Preis auslobt. Der Veranstalter ist… die DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG / Sächsische Zeitung!

Und die Kampagnenseite wird von einer dieser den staatstreuen Medien nahestehenden „Agentur“ betrieben…
der OBERÜBER KARGER Kommunikationsagentur GmbH Devrientstraße 11, 01067 Dresden (erreichbar hier: E-Mail: info@unternehmerpreis.de www.unternehmerpreis.de oberueber-karger.de) mit der Geschäftsführung durch Ulrike Lerchl und Susanne Hamann.
Diese Agentur ist „Ein Unternehmen der DDV Mediengruppe“

Der Grund, wieso die Unternehmerin Unternehmerin des Jahres werden soll ist ganz simpel:

„Aus welchen Gründen sollten Sie die Auszeichnung »Sachsens Unternehmer des Jahres 2018« erhalten?

„Dass Integration in Deutschland gelingt – dafür ist unser Unternehmen ein weiterer Beweis. Ich habe diesen Schritt bis heute nie bereut. 2010 hatten wir 6.000 Unterrichtsstunden“

 

Wenn man auf eine andere Seite schaut, hat sie ihre Firma „FremdSprachenSchule for everyone GmbH“ erst per Gesellschaftsvertrag vom 12.12.2013 eintragen lassen. Mit der Geschäftsanschrift: Wilsdruffer Str. 5, 01067 Dresden (inzwischen ist sie umgezogen). „… Gegenstand des Unternehmens: Betreiben einer Fremdsprachenschule sowie sämtliche damit zusammenhängende und den Geschäftszweck fördernde, nicht erlaubnispflichtige Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,00 EUR….“
Aber was solls. Gönnen wir es der Ukrainerin, die mit ihrem Mann gemeinsam in Mainz studiert hat.

Zwei Standorte – Dresden und Bautzen. Also Dresden ist nur der „Schulungsort“, dann brauchen die ganzen Analphabeten nicht extra nach Bautzen zu trampen, obwohl es dort auch genügend Initiativen gibt, die sich kümmern würden …

Als Dienstleister für modernes Bildungsmanagement, Förderer und Unterstützer der erfolgreichen Integration von Migranten bieten wir professionelle Unterstützung und Begleitung bei …“

 

(es folgt die Aufzählung wobei sie alles so selbstlos helfen und unterstützen). Wie bei erster Firma, auch hier ein „umfassendes Bildungsprogramm“… Was wäre wenn es keine „Neuzugewanderten“ geben würde ?
So hätten wir:
„Aktuelle Bildungsangebote:
* Soziale Betreuung von Flüchtlingen
* PerF – Perspektiven für Flüchtlinge
* Integrationskurse
* Berufliche Integration von Flüchtlingen – Rechtskreis SGB II
* Berufliche Integration von Flüchtlingen – Rechtskreis SGB III
* Alphabetisierungskurse
* Bewerbungsmanagement
* Berufsbezogene Sprachförderung gem. § 45a
* Deutschkurs für studierfähige Flüchtlinge

Man sieht… Sie sind richtig gut im Geschäft. Oder hoffen es zu sein und zu werden. Die Konkurrenz ist hart und sitzt näher an den Geldquellen… aber auch in Bautzen hat man doch Verbündete. Wird schon.
Weiter Anbieter wären dann die „DPFA-Weiterbildung GmbH“, die „inlingua Sprachschule Dresden GmbH & Co. KG“, das „Institut für Bildung und Sicherheit“, die „TÜV Rheinland Akademie GmbH“, die „Volkshochschule Dresden e.V.“ und die „WBS TRAINING Schulen gGmbH“.

Bei zwei der aufgezählten „Sprachkursträger“ wurden wir stutzig.

Kein Institut, keine Schule, keine gGmbH… sondern zwei namentlich genannte Menschen?
Diese schienen uns ob der Vielzahl der abgehaltenen Kurse aber sehr fleißig zu sein… also mal geschaut:
Zum einen gab es hier  „Stefan Richter“.
Der mußte doch – wenn er so fleißig war – zu finden sein. Irgendwo…. Und richtig. Es gab ihn, den Stefan. Und zwar als Leiter eines „Institutes“ mit dem wahnsinnig vielsagenden Namen „difo – Dresdner Institut für Bildung“. Mit Sitz in Dresden auf der Pulsnitzer Str. 6. – Aber wieso taucht er nicht mit seiner Firma, seinem Institut in der Auflistung auf, sondern seinem Namen? Also der Chef“ höchstpersönlich ist der „Sprachkursanbieter“. In der neuen, von der Stadt Dresden, zur öffentlichen Einsicht gestellten Übersicht, welche Anbieter, welche Kurse anbieten … ist jetzt seine Firma erwähnt, jenes Institut…
(http://www.dresdner-institut.com/)
Interessant – wie auch bei dem folgenden zweiten Fall – ist die Summe, die er (oder sein Institut) zwischen etwa 11/2016 und 3/2018 (mit Lücken) „erarbeitet“ hat:
-> es sind etwa 665.000 Euro!
Der zweite – gleich gelagerte Fall betrifft  „Uwe Krenz“.
Auch hier der gleiche Sachverhalt. Er steht als Person unter „Sprachkursanbieter“ auch er taucht in der neuen öffentlich einzusehenden Übersicht, der aktuell anstehenden Kurse nunmehr mit „seiner“ Firma auf. In seinem Fall heißt sie „comcenter (Dresden)“. Er hat aber außer Dresden auch einen zweiten Standort, in Cottbus und steht hier im Impressum als „Einzelunternehmer im Dienstleistungsbereich“… Sitz des „Dresdner Ablegers“ ist – wie bei Mensch 1 – auch die Dresdner Neustadt, in dem Fall die Hoyerswerdaer Str. 3. (http://com-dresden.de/)

Er war ein bisschen „fauler“, erreicht er doch nicht ganz die Erträge jenes Stefan, und muß sich im Zeitraum von etwa 9/2016 bis 3/2018 mit
-> „nur“ etwa 545.000 Euro begnügen!

Zusammen bringen es – allein diese BEIDEN – auf 1.210.000 Euro für „Sprachkurse“, in 19 Monaten. Wobei hier natürlich „Lücken“ sind… aber nach all dem Streß, brauchen die Multitalente auch Urlaubzeit, zum entspannen und Kraft tanken. Wenn wir das mal so lieblos auf einen Monat runterbrechen sind das etwa 63.680 Euro! Respekt.

Hier ist die neue „Übersicht“ anstehender Kurse, um den „Neuzugewanderten“ – so steht es auch drin(!) – Lesen, schreibe … und was auch immer beibringen zu wollen. Der Stand soll der 15. Juni 2018 sein, laut städtischer Internetseite. Hier werden wohl noch einige „Sprachkursträger“ und „-kurse“ auftauchen…
(http://www.dresden.de/…/Uebersicht_Deutschkurse_Dresden.pdf…)
Ergänzend zum Schluß: Neu hinzugekommen (oder sie hatten den Anschluß verpasst) sind – „die Sprachwerkstatt GmbH“ (Großenhainer Str. 99, 01127 Dresden), das „Bildungsinstitut des Handels e. V. (Schnorrstr. 70, 01069 Dresden), das „Mitteldeutsches Institut für Qualifikation und berufliche Rehabilitation Erfurt GmbH“ (Löscherstr. 16, 01309 Dresden), die „KOMPASS Kompetenzen passgenau vermitteln gGmbH“ (Würzburger Str. 35, 01187 Dresden), die „Euro-Schulen GmbH“ (Wiener Platz 6, 01069 Dresden) und die „Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (BSW) gGmbH“ ( Otto-Mohr-Str. 10, 01239 Dresden).

 

Quellen:

(1) http://www.willkommen.sachsen.de/download/2017_10_Integrative_Massnahmen_Teil_3.pdf

(2) https://donner-partner.de/

(3) http://www.fremdsprachenschule-foreveryone.de/

(4) https://www.unternehmerpreis.de/…/nominie…/maryna-talalayeva